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Am 2. Weihnachtsfeiertag ging es für uns, Jessica, Lisa, Antonia und Steffi mit Andi, Maria und Nadine für 14 Tage auf ins Langlauftrainingslager nach Ramsau in Österreich. Alle waren voller Vorfreude und gespannt, da es doch für die meisten das erste Mal auf Skiern werden würde.
Nach zehnstündigerFfahrt und einigen Staus kamen wir endlich an. Einige, die vor uns angekommen waren hatten schon gekocht, so konnten wir gleich etwas essen und danach unsere Sachen auspacken.
Am Trainingslager, organisiert vom Landesruderverband, nahmen 28 Sportler aus ganz Rheinland-Pfalz teil. Wir schliefen und wohnten in einem sehr alten Bauernhaus. Sehr alt heißt: Kochen zum Teil auf dem befeuerten Ofen, niedrige Decken und Türen, spärlich und alt möbliert und für 28 Jungen und Mädchen nur 2 Duschen. Doch das konnte uns nicht erschrecken, wir fanden es eher ganz lustig. Es wurden Kochdienste und Ordnungsdienste eingeteilt, damit wir nicht im Chaos ersticken würden. Besonders das Kochen war immer eine lustige Sache, da für ungefähr 35 Personen Essen zubereitet werden musste. Der Ordnungsdienst jedoch machte allen eher weniger Spaß. Denn da sollten wir aufräumen, spülen, Holz holen und putzen.
Am ersten Morgen wurde relativ spät gefrühstückt und alle, die schon Skier aus Deutschland mitgebracht hatten gingen für die ersten Versuche auf die Loipe. Die anderen fuhren zum Skiverleih. Wir vier aus Ingelheim probierten zum ersten Mal das Skaten aus. Das ist eine Art des Langlaufens, die von der Bewegung her aussieht wie Schlittschuhlaufen. Unsere ersten Versuche sahen bestimmt auch sehr witzig aus. Doch man bekam schnell ein Gefühl für die langen und dünnen Skier. Allerdings waren unsere Knie lange blau vom vielen Hinfallen. Doch alle fanden Gefallen an der neuen Sportart.
Da alle unterschiedlich schnelle Fortschritte machten, fanden wir uns in den ersten Tagen zu kleinen dreier oder vierer Gruppen zusammen, um gemeinsam auch weitere Entfernungen zu laufen. Insgesamt hatten wir ca. jeden Tag 2 Langlaufeinheiten, die immer zwischen 120 und 180 min dauerten. Abends ging es dann in den Kraftraum oder zur Gymnastik. Das viele Training machte uns schnell kaputt und alle waren erschöpft. Doch das nahm uns nicht den Spaß am Trainingslager. Abends saßen wir immer zusammen und schauten gemeinsam Filme oder spielten Spiele, wie z.B. Twister. Aber nur bis 22:30 Uhr denn dann war nämlich Bettruhe, da wir am nächsten Tag schon um 7:30 Uhr auf der Loipe stehen mussten.
Natürlich feierten wir auch Silvester zusammen. An diesem Tag trainierten wir nur zweimal. Und abends hatte Robert, der Landestrainer, eine Überraschung für uns. Gemeinsam gingen wir in eine Kletterhalle. Dort konnten wir in 4-5m Höhe über Hängebrücken, Seile und andere Hindernisse klettern. Natürlich alles gesichert. Am Neujahrsmorgen durften wir auch einmal ausschlafen, was alle sehr genossen.
Ein besonderes Highlight des Trainingslagers war es, dass wir eine Einheit auch mal Biathlon ausprobieren durften. Wir bekamen von zwei Anwohnern eine Einführung zu den Gewehren und der Schießanlage. Das Schießen auf die kleinen Ziele macht viel Spaß und gestaltete sich als gar nicht so einfach. In der liegenden Position konnten wir einige Treffer erzielen, doch beim stehenden Schießen war es erheblich schwieriger. Hier trafen die meisten nur 2 oder 3 oder sogar gar keine Scheiben. Leider waren die Biathlonstrecken nur mit wenig Schnee bedeckt, was für uns hieß, dass wir zwischen dem Schießen joggen mussten. Doch es war trotzdem ein tolles Erlebnis einmal etwas auszuprobieren, was man so oft im Fernsehen sieht.
Allgemein hat das Trainingslager viel Spaß gemacht. Wir haben neue Leute und eine neue Sportart kennen gelernt. Die Abfahrt am 9.01.2010 war dementsprechend auch traurig, weil niemand nach Hause oder in die Schule wollte.
Es war schön in der zugeschneiten Natur zu trainieren und abends den Tag mit Freunden ausklingen zu lassen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Skilager im nächsten Winter. Dann heißt es wieder „Hals- und Beinbruch“.
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