Am Samstag, 23. August, fand unser diesjähriges Sommerfest bei schon etwas abgekühlten Temperaturen, aber bester Laune statt. Bis kurz vor Mitternacht haben wir in geselliger Runde unter klarem Sternenhimmel auf dem "Bootsplatz" vor der alten Feuerwache verbracht und manches Glas klingen lassen.
Andreas Bachmann - Aktuell ist nach der Rücknahme der Allgemeinverfügung durch die SGD Süd und deren Ausstieg wegen Nichtzuständigkeit ein Befahren mit allen Booten wie immer im Sommerhalbjahr möglich. Aber es könnte der letzte Sommer mit ungestörtem Rudern in der Fulder Aue und Ilmenaue für uns sein.
Die Zuständigkeit liegt nun beim Bundesministerium für Verkehr. Als ersten Versuch hatte dieses die wortgleiche Befahrensverordnung der SGD (zutreffender ein vollständiges Verbot jeglichen Befahrens durch Boote) vorgeschlagen. Die IG Inselrhein, alle Vereine und Behörden haben das postwendend abgelehnt.
Am 15.05.2025 fand dann eine Onlineanhörung der betroffenen Vereine, Verbände und Behörden statt. Privatpersonen waren trotz Einspruch ausgeschlossen. Eine Einladung der Behördenvertreter zum Vor-Ort Termin nach Ingelheim wurde nicht angenommen. Die erste von anberaumten fünf Stunden wurde mit der Vorstellung der Behördenvertreter und der anwesenden 52 Vereine und Verbände gefüllt. Es folgte eine ausführliche Wiederholung der naturschutzfachlichen Belange, Notwendigkeit der Sperrung und Gutachten gegen den Bootsverkehr. Damit war schon durch die Tagesordnung klargemacht, welches Ziel diese Anhörung der betroffenen Öffentlichkeit verfolgt. Nach endlosen Stunden und zwei Pausen wurden die über 100 Einsprüche zusammengefasst vorgetragen. Und dann wurden die Wassersportler munter, nachdem diese sehr diszipliniert ausgehalten hatten. Im Ergebnis wurde dann doch schon festgestellt, dass man Naturschutz nicht gegen die dort lebenden Menschen machen sollte. Eine gemeinsame Begehung, sogar Befahrung der Örtlichkeit durch die Behördenvertreter aus Bonn konnten vereinbart werden. Es schien allen Beteiligten eine einvernehmliche Regelung in Reichweite zu kommen.
Nach zwei Monaten und 14 Tagen war das Protokoll fertig. Bis zum 28.08.2025 sollen wir nun Stellung nehmen zu einem Vorschlag des Bundesministeriums für Verkehr.
Alternativvorschlag
- Stand 28. Juli 2025 -
1. Verboten ist das
a. Befahren mit Wasserfahrzeugen
i. mit Ausnahme von Ruderbooten und Kanus
b. das Annähern auf einen Abstand von weniger als 20 m an
i. Inseln,
ii. Sand-, Schlamm- und Kiesbänken sowie Längswerke, Querwerke und Buhnen, soweit diese nicht überströmt sind,
iii. das linke Rheinufer.
2. Befreiungen von den Verboten können vom WSA gewährt werden nach § 5 NSGBefV für
a. Nichtmotorisierte Jollen im Rahmen der Ausbildung und Training von Schülern und Jugendlichen im Rahmen des Schul- und Vereinssports
b. motorisierte Begleitboote bei Ausbildung und Training von Schülern und Jugendlichen beim Jollensegeln, Rudern und Kanu im Rahmen des Schul- und Vereinssports
c. Eigentümer der Ilmen Aue und Fulder Aue für die Zufahrt der Inseln
Nur zur Verdeutlichung: Verboten ist das Befahren mit z.B.
· Jetski
· Motorbooten
· SUP
· Kitesurfgeräten
· Wind- und Wingsurf-, Wingfoilgeräte
· Segelbooten
Meine Bewertung ist diese. Es läge nahe, als Ruderer den Vorschlag anzunehmen und zu hoffen, dass der dann auch so im Gesetz steht. Aber die intensive und sehr kameradschaftliche Zusammenarbeit mit 60 Vereinen unserer Gegend sollte mehr für uns sein als nur Mittel zum Zweck bei der Durchsetzung unserer Interessen als Ruderer. Die Zusammenarbeit in der IG Inselrhein war frei von jeglichen Gegensätzen zwischen Bootskameraden mit Motor, Wind, Muskelkraft oder solchen ohne Boot. Das sollte bleiben und so sollten wir weitermachen, auf dem Wasser und in der IG Inselrhein. Die Solidarität dieser Gemeinschaft sollte sich nun auch noch dafür einsetzen, dass Yachten in der Fulder Aue ankern und SUPs paddeln dürfen.
Die IG Inselrhein trifft sich zur Vollversammlung am 22.08.2025 in Bingen, jeder Interessierte ist gern eingeladen mitzukommen.
Robert Lichtenberg - Um die sportlichen Aktivitäten im Verein hochzuhalten, fand nach zwei Tagesfahrten dann Mitte Juli unser geplantes Einerrudern statt.
Auch wenn der Termin schon in die erste Ferienwoche fiel, so versprach er doch bestes Sommerwetter, angenehme Wassertemperaturen und einen entspannten Tag.
Folglich samstagsmorgens um 8:00 Uhr Treffen, fast alle Einer und einen Rennzweier verladen und ab nach Niederhausen zum Nahe-Stausee beim RKK Bad Kreuznach.
Einerrudern in Niederhausen ist besonders bei unseren Erwachsenen beliebt, da sich dort die Möglichkeit bietet, gefahrlos im Einer zu rudern.
Nebst Erfahrungen in einem unserer Skiffs zu sammeln und vor allem diese auch wieder innen trocken an den Steg zu bringen, verhielt es sich bei unserer MÖWE gänzlich anders. Sie war im Dauereinsatz, denn jeder durfte sich bewusst in diesem Boot einer Kenterübung unterziehen. Immer der Devise folgend, man muss in jeder Lage wissen was zu tun ist.
Das Angebot wurde dieses Jahr wieder reichlich genutzt, insgesamt waren 16 Ruderkameraden/innen dabei.
Clemens Ernsting - Am Sonntag, 1. Juni 2025, wurde nach dem Erfolg im letzten Jahr erneut der Ingelheimer Sporttag als Begleitprogramm zum Ingelheimer Halbe durchgeführt. Mit dabei war natürlich der Ruderverein Ingelheim. Gleich früh am Morgen schauten die Ruderer zunächst in die Röhre, denn der versprochene Pavillon für unseren Stand wurde von der Stadt nicht bereitgestellt. Durch Intervention des Vorsitzenden des Stadtsportbundes konnten wir glücklicherweise doch noch einen Unterstand ergattern. Da andere Vereine ebenfalls unverhofft ohne Dach über dem Kopf waren, zeigten wir vom RVI uns solidarisch und nahmen kurzerhand die Handballer vom HSC Ingelheim mit auf. Diese Zweckgemeinschaft erwies sich im Laufe des Tages als wahrer Publikumsmagnet. Den ganzen Tag über kamen die Leute und wollten abwechselnd auf den mitgebrachten Ergometern rudern und dann noch ein paar Handballtore werfen. Hierbei konnten wir Kontakte mit Interessierten knüpfen und Freude am Rudersport und an Bewegung generell vermitteln.
Ein Höhepunkt des Tages war die Ehrung der Sportlerin/des Sportlers des Jahres 2024. Durch ihre überragenden Erfolge in der vergangenen Saison (2x Deutsche Meisterin U23, Bronzemedaille U23-Weltmeisterschaft) sicherte sich unsere Luise Bachmann den Titel. Leider konnte sie die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, da sie an diesem Tag erneut zuschlug: Auf dem weit entfernten Lake Mercer (West Windsor, New Jersey, USA) errang sie mit ihrem Team von der Standford University den Sieg bei der US-amerikanischen College-Meisterschaft (NCAA Division I). So war es an mir als unserem Stellvertretenden Vorsitzenden die Auszeichnung unter Beifall der Ruderfangemeinde entgegenzunehmen.
Insgesamt war der Ingelheimer Sporttag 2025 eine tolle Veranstaltung, bei der sich unser Ruderverein von seiner besten Seite zeigen konnte. Vielen Dank allen Helfern, die beim Auf- und Abbau sowie beim Materialtransport und der Betreuung unseres Standes geholfen haben. 2026 wird der RVI gern wieder mit dabei sein.
Ina Ames - Am Samstag, dem 26. April, stand eine besondere Ruderfahrt auf dem Programm: 7 Mitglieder des Rudervereins Marburg und 8 Ruderinnen und Ruderer des Ingelheimer Rudervereins trafen sich zu einer gemeinsamen Tagesfahrt auf dem Rhein von Rüsselsheim nach Ingelheim.
Bereits um 9:40 Uhr trafen die Ingelheimer mit ihren Booten am Bootshaus in Rüsselsheim ein. Dort kam es zum ersten herzlichen Zusammentreffen der beiden Vereine. Bei bestem Wetter begannen wir direkt, die drei vorgesehenen Gig-Vierer – Mosel, Carolus Magnus und Babarossa II - aufzuriggern. Trotz der „frühen Stunde“ war die Stimmung gelöst und voller Vorfreude auf den Tag. Dank der freundlichen Unterstützung des Rüsselsheimer Rudervereins durften wir ihr Bootshaus nutzen. Außerdem entstand ein schönes gemeinsames Gruppenfoto, das Michael für uns festhielt.
Nachdem die Boote startklar waren, versammelten sich alle Teilnehmenden gegen 10:00 Uhr zu einem kleinen, aber feierlichen Auftakt: Gemeinsam stießen wir mit einem Glas Sekt - gesponsert von Robert - auf die bevorstehende Fahrt an. Diese nette Geste unterstrich die freundschaftliche Atmosphäre und ließ die Vorfreude weiter steigen.
Start auf dem Rhein und erste Herausforderungen
Um 10:38 Uhr legte das erste Boot ab, kurz darauf folgten die beiden anderen Boote. Nach sechs Kilometern erreichten wir die Schleuse Kostheim. Hier zeigte sich, dass selbst die beste Planung nicht alle Unwägbarkeiten ausschließen kann: Der Schleusenwärter hatte offenbar keinen guten Tag, sodass wir trotz eines schleusenden Frachters in die kleine Bootsschleuse einfahren mussten.
Das Manövrieren in der engen Kammer und das lange Warten auf das Volllaufen und Abschleusen kosteten uns insgesamt etwa eineinhalb Stunden Geduld. Während dieser Zeit hielten wir die Stimmung mit angeregten Gesprächen, Brezeln und Marzipan-Croissants sowie dem einen oder anderen Scherz hoch. Leider brach bei einem der Schleusenmanöver ein Bootshaken. Glücklicherweise war ein Ersatzhaken zur Hand, sodass die Sicherheit weiterhin gewährleistet blieb. Da unser Zeitplan deutlich durcheinandergeraten war, riefen wir noch in der Schleuse im Restaurant Tally's in Biebrich an und verschoben unsere Reservierung von 12:45 Uhr auf 14:30 Uhr – eine weise Entscheidung, wie sich später zeigen sollte.
Ankunft in Biebrich und Mittagspause
Nach dem Schleusen setzten wir die Fahrt fort. Die nächsten sechs Kilometer auf dem Rhein verliefen ruhig, und wir konnten die beeindruckende Flusslandschaft genießen. Besonders die „Skyline von Mainz“ und das Biebricher Schloss präsentierten sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer schönsten Seite.
Gegen 14:00 Uhr erreichten wir hungrig und etwas erschöpft den Anleger in Biebrich. Im Tally’s wurden wir freundlich empfangen. Bei gutem Essen und kühlen Getränken konnten wir unsere Energiereserven wieder auffüllen. Die Mittagspause bot außerdem Gelegenheit, die Beine zu strecken und die Kontakte zwischen den beiden Vereinen weiter zu vertiefen.
Die zweite Hälfte: Wellen, kleine Zwischenfälle und Naturgenuss
Frisch gestärkt nahmen wir die zweite Hälfte der Strecke in Angriff. Vor uns lagen noch etwa 17 Kilometer bis nach Ingelheim. Insbesondere der Abschnitt zwischen Wiesbaden und Budenheim stellte uns nochmals auf die Probe: Der Schiffsverkehr und auffrischender Wind sorgten für zahlreiche Wellen, die hohe Konzentration und gutes Bootsgefühl erforderten. Unsere Gig-Boote sowie Steuerleute meisterten die rauen Bedingungen souverän.
Hinter Budenheim beruhigte sich der Rhein deutlich. In der angenehmen Abendsonne glitzerte die Wasseroberfläche, und die Strömung trug uns gleichmäßig unserem Ziel entgegen. Für einen kurzen Moment sorgte Uta für Aufregung: Auf Höhe des Liebestempels wollte sie von Skull auf Steuerbord-Riemen umbauen. Da ihr Backbord-Aluminium-Ausleger riss, wurde ihr direkt die Möglichkeit zum Riemen-Rudern gegeben. Uta ruderte noch einige Meter mit nur einem Skull, bevor sie die Skulls ganz herausnahm und sich den Rest der Strecke gemütlich in den Hafen fahren ließ. Bis auf diesen kleinen Zwischenfall gehörten die letzten Kilometer zweifellos zu den schönsten Momenten des Tages: ruhiges Wasser, müde, aber zufriedene Gesichter und eine beeindruckende Flusslandschaft zum Genießen.
Ankunft in Ingelheim und gemeinsamer Ausklang
Gegen 18:00 Uhr erreichten wir den Ingelheimer Hafen. Zufrieden, aber auch erschöpft, legten wir an und machten uns daran, die Boote sorgfältig auszuwaschen, zu reinigen und in die Bootshalle zu bringen. Nach einer kurzen Verschnaufpause begaben sich einige auf den Weg ins Hotel zum Check-in, während andere zurück nach Rüsselsheim fuhren, um die Autos abzuholen.
Den gelungenen Tag ließen wir am Abend gemeinsam ausklingen: Beim Grillen trafen sich Marburger und Ingelheimer erneut, genossen leckeres Essen, erfrischende Getränke und teilten Geschichten und Anekdoten über die Fahrt. Es wurde viel gelacht, und schnell war klar: Diese gelungene Unternehmung schreit nach einer Wiederholung!
Ulrike Schulz - Am Samstag, 5. April, startete der RVI mit einem kurzen Grußwort unseres Vorsitzenden Andreas Bachmann in die Rudersaison 2025, verbunden mit dem Hinweis, dass wir weiterhin in unserem Ersatzbootshaus Alte Feuerwache untergebracht seien, der Umbau des neuen Bootshauses nun aber bald losginge. Unserem Ruderwart Robert Lichtenberg, selbst eifrigster Ruderer im Verein, wurde bei dieser Gelegenheit das Fahrtenabzeichen verliehen, herzlichen Glückwunsch!
Insgesamt waren mit 28 teilnehmenden Ruderinnen und Ruderern fast alle zurzeit verfügbaren Gigboot-Plätze besetzt. Mit 6 Booten ging es bei grandiosem Sommerwetter aufs Wasser. Im Anschluss stießen noch weitere Clubkameraden, Familien, Partnerinnen und Partner dazu, um bei Kaffee & Kuchen, Würstchen, Salat und kalten Getränken den sonnigen Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Ab jetzt wird auch wieder unter der Woche gerudert: dienstags, mittwochs, donnerstags, jeweils um 18:30 Uhr, samstags nach Absprache, sonn- u. feiertags um 10:00 Uhr. Allen immer eine Hand breit Wasser unter dem Kiel und eine erlebnis- und kilometerreiche Saison!
Ulrike Schulz - Am 16. Februar unternahm der RVI seine traditionelle Winterwanderung. Diesmal auf der "Hiwweltour" in der Rheinhessischen Schweiz ab Neu-Bamberg. Bis zum Morgen hatte es passend zum Anlass sogar geschneit. Eva und Katharina führten uns über die 11 Kilometer lange, abwechslungs- und aussichtsreiche Route zum geschichtsträchtigen Ajaxturm und vorbei am Adlerdenkmal. Abschließend ging es noch mal hinauf zur Burgruine Neu-Bamberg und wieder hinab in die Junkermühle im Ort zum kulinarischen Ausklang.
Robert Lichtenberg - Gut gelaunt und von Wissensdurst getrieben, trafen sich am 1. Februar zahlreiche Vereinsmitglieder am Schiffsanleger der Hafenmole. Wie erwartet steuerte kurze Zeit später die Wasserschutzpolizei die RVI-Gruppe an und lud uns zum Thema „Sicherheit auf dem Wasser“ auf ihr Boot ein.
Nebst der für uns neuen Perspektive aufs Wasser zu blicken, bekamen wir zahlreiche Informationen aus Sicht der Berufsschifffahrt vermittelt. Als Hajo und Ina dann spontan mit einem Zweier aufs Wasser gingen, um uns als Anschauungsobjekt zu dienen, konnten wir live erleben, was von einem Ruderboot auf dem Radarbildschirm der Schifffahrt überhaupt zu sehen ist, Fazit: sehr, sehr wenig.
Wieder runter vom WaPo-Boot ging es mit insgesamt 17 Ruderern in unser Bootshaus. Die bewährten theoretischen Grundkenntnisse für unsere angehenden Steuer- und Obleute wurden praxisnah vermittelt und in Diskussionen vertieft. Alles in allem ein lehrreicher Vormittag im RVI, so dass wir unseren Rudersport hoffentlich frei von Gefahren und Bootsschäden genießen können.
Mit der beginnenden Rudersaison werden wir Erlerntes in der Praxis weiter vertiefen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an unseren Ruderkameraden Michael Krüger, der uns den Kontakt zur Wasserschutzpolizei vermittelt hat.
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Ulrike Schulz - Die ›› Women´s Rowing Challenge 2025 des Deutschen Ruderverbands zusammen mit Concept2 ist beendet! Wir waren 26 (2024: 20) von insgesamt wieder rekordverdächtigen 5.800 (2024: 5.000) Teilnehmerinnen und sind zusammen rund 265 km (2024: 267 km) gerudert. Damit haben wir Platz 79 (2024: 70) von 169 (2024: 156) Vereinen erreicht, relatives Ranking mit Berücksichtigung der Vereinsgröße: Platz 43 (2024: 56). Insgesamt eine super Teamleistung! 🤜🤛